quelle: google.com-maps-tachov street view

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Tachov C: im Ort, außen an der südöstl. Friedhofs-Stützmauer der Kirche St. Václava ('Hradebni Nr. 580'), westseitig an der Straße 'Panenská'/198, bündig in ca. 2,50 m Höhe vermauert,   Steinkreuz

Maße: (aktuell nicht bekannt), Sandsteinplatte mit griechischem Kreuz im Relief (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. smircikrize.euweb.cz-Tachov m. Beschreibung, 2. google.com-maps-Tachov-Street View Mai 2025 (Kopie, bearb.)

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Tachov D: nordöstl. Stadtgebiet, im Anwesen des ersten südseitigen Hauses des Abzweiges 'Luční' von der Straße 'Stadtrodská', Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), durch Abschlag eines Armes verstümmeltes Steinkreuz aus Granit (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. smircikrize.euweb.cz-Tachov m. Beschreibung, 2. google.com-maps-Tachov-Street View Mai 2025 (Kopie, bearb.)

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Tachov E: südl. Ortsausgang der Straße 'Palackého' Richtung 'Dlouhý Újezd' (dt. Langendörflas), ostseitig an einer Garage Anwesen Nr. 2071, Kreuzstein

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), Kreuzstein aus Sandstein mit rundem Oberteil, das auf vertiefter gerahmter Fläche der Ansichtsseite ein griechisches Kreuz im Relief zeigt (Tatzenkreuz), Rückseite lateinisches Kreuz (Verf.)

Anmerkung
Das Denkmal stand früher in der Nähe an der Kreuzung der alten Handelsstraße Nürnberg-Prag mit der Straße nach Langendörflas (Lit. S. Altensleben 2023). Hier könnte sich durchaus ein altes Straßengericht der örtlichen Grundherrschaft befunden haben, das vom Kreuzstein angezeigt wurde (Verf.) 

Quellangaben: Lit.: 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 93, Internet: 1. smircikrize.euweb.cz-Tachov m. Beschreibung, 2. google.com-maps-Tachov-Street View Aug. 2011 (Kopie, bearb.)

quelle: smircikrize.cz

Tachov F: im Ort, im Hof des Museums 'Českého lesa v Tachově' ('tř. Míru 447'), Steinkreuz (nicht ortsfest aufgestellt)

Maße: (aktuell nicht bekannt, derzeitige Situation nicht bekannt), Höhe 172 cm, Br. 79 cm, T. 30 cm smircikrize.cz) langschaftiges Steinkreuz mit Balkenverbreiterung (Byzantinerkreuz) mit Darstellung eines aufrecht nach links gerichteten *Beiles (Axt) im Relief (Verf.)

Geschichte
Sühnekreuz mit Axtrelief, es befand sich auf dem Dorfanger neben der Kapelle und wurde nach deren Abriss in den Hof des Museums Tachov umgesetzt (wikipedia.org-wiki-Žebráky)

Anmerkung
*Beil (Warnzeichen, Schöffenzeichen)
Darstellungen von Beilen kommen nicht selten auf mittelalterlichen niederen Steinkreuzen und Kreuzsteinen vor. Sie lassen sich in zwei Funktionsgruppen einordnen und variieren von daher je nach Aussagezweck in Form, Anordnung bzw. Ausrichtung und Anzahl. Das erhobene oder fallende Beil (Richtbeil) warnt als Warnzeichen vor Körperstrafen wie das Abschlagen einer Hand bei Störung des Kirchen-, Land- oder Gerichtsfriedens (Darstellungen im Sachsenspiegel, 13. Jh.). Im Mittelalter war es die häufigste Strafe für gewaltsame Friedensstörungen ohne Todesfolge wie Körperverletzung, schweren Raub und Diebstahl - "Wer Frid nit halt, die Hand verfalt" (Wer keinen Frieden hält wird seine Hand verlieren - Strafvollzugsspruch auf einem Deckengemälde: Schloss Altshausen, Torgebäude, Quelle: wikipedia.org-wiki-Richtbeil-Strafvollzug).      
Andere Beildarstellungen wie z.B.: Tischlerbeil (Tischler), Wiesenbeil (Wiesenbauer), Hackbeil (Metzger), Handbeil (Zimmermann), Holzfällerbeil (Rodungs-, Waldbauer) und Grubenbeil (Bergmann) sind nur in den seltensten Fällen Tatwaffen einer Untat, sondern sind Berufs- bzw. Standeszeichen der jeweiligen Berufszunft. Da mittelalterliche Zentgerichte (Hochgerichtsbarkeit) bekanntlich Schöffengerichte waren, kann davon ausgegangen werden, daß Darstellungen von handwerklichen Beilen oder Äxten Schöffenzeichen sind, die auf die Teilnehmer eines Schöffengerichtes hinweisen. 
Standorte von Flurdenkmälern mit Beilen waren Gemarkungsgrenzen oder Straßengerichte an wichtige Altstraßen der jeweils ansässigen Grundherrschaften, die bei Verstößen diese Körperstrafen warnend androhten (Verf. frei nach S. Altensleben 2023) 

Quellangaben: Lit.: 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, Internet: 1. smircikrize.cz: Gesellschaft zur Forschung an Steinkreuzen im Stadtmuseum in Aš, Mikulášská 3, Zentrales Register: Reg.-Nr. 0168 m. Foto v. 21.9.2006 (Kopie), 2.smircikrize.euweb.cz-Tachov   

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