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Kyselka (dt. Gießhübl Sauerbrunn), OT Radošov (Rodisfort), Okres Karlovy Vary (Kreis Karlsbad), Bereich des nordwestl. Ortsausganges der Straße 22124 Richtung Stráň, westl. der Eger bzw. der Bahnlinie, im ostseitigen Anwesen Nr. 131, Steinkreuz, Benennung: 'Schwedenkreuz'

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt, derzeitige Situation nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form aus Granit mit gerundeten Balkenenden und geradliniger Schaftverbreiterung, am linken Kreuzarm zwei lochartige Eintiefungen, die als Abriebsmale deutbar sind, s. Einf., Verf.; über die gesamte Ansichtsseite ein linear eingetieftes 'Schwert mit säbelartiger Klinge' (Lit. S. Altensleben 2023)

Geschichte
Rodisfort gehörte lange Zeit zur Herrschaft Engelsburg (Herren von Riesenburg) und wurde nach der Schlacht am Weißen Berg als konfiszierter Besitz des Leonhard Colonna von Fels 1622 an Hermann Czernin von Chudenitz verkauft (wikipedia.org-wiki-Radošov-Kyselka)

Anmerkung
Das massige Steinkreuz stand ursprünglich bei einer Wegkapelle ganz in der Nähe der bereits vor 1226 genutzten Rodisforter Egerfurt, dem Schnittpunkt wichtiger Altstraßen. Hier trafen die alte 'Kaiserstraße', der 'Neue Weg' aus Richtung Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří) sowie auch die nordböhmische Querstraße am Fuße entlang des böhmischen Teils des Erzgebirge zusammen. An dieser bedeutsamen Örtlichkeit gab es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Gericht einer der örtlichen Grundherrschaften, das vom Steinkreuz angezeigt wurde (Verf. frei nach Lit. S. Altensleben 2023)

Schwedenkreuz, vor dem Haus Nr. 131 am linken Egerufer; das aus Granit gefertigte Sühnekreuz mit eingehauenem Türkensäbel stand ursprünglich vor einer Kapelle an der Provinzhandeldsstraße und wurde 1982 nach deren Abbruch an den heutigen Standort versetzt (wikipedia.org-wiki-Radošov-Kyselka)

Quellangaben: Lit.: 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 123/181/197 m. Abb. Nr. 405, Internet: 1. smircikrize.cz-Gesellschaft zur Forschung an Steinkreuzen im Stadtmuseum in Aš, Mikulášská 3, Zentrales Register: Radošov, Reg.-Nr. 0118 m. Foto v. 20.4.2010 (Kopie), 2. smircikrize.euweb.cz-Karlovy-Vary-Radošov m. Beschreibung u. Foto

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