eisenbahnhubbruecke karnin

Usedom, OT Karnin, Lkr. Vorpommern-Greifswald, MV, ehem. Eisenbahnhubbrücke, Technisches Denkmal seit 7. 6. 1990

eisenbahnhubbruecke karnin

unweit östl. der Stadt Anklam, zwischen der Peenemündung und dem Stettiner Haff, liegen die eindrucksvollen Relikte einer technischen Meisterleistung - die Karniner Eisenbahnhubbrücke - ein Bindeglied der Bahnstrecke Ducherow-Swinemünde, welche Zügen bei Bedarf ermöglichte den Peenestrom zu passieren; als am 15. 5. 1876 obige Bahnlinie eröffnet wurde, erhob sich am  Standort zunächst eine handbetriebene Drehbrücke, die wenig später auf elektrischer Basis modernisiert wurde; nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke im Jahre 1907 erfolgte 1932 der Umbau zur Hubbrücke, die am 15. 9. 1933 fertiggestellt wurde und als modernste Eisenbahnhubbrücke Europas, einzige weltweit mit Mittellager, bekannt wurde (Verf.)  

detail hinweistafel
drehbruecke von 1876
detail hinweistafel

Drehbrücke von 1876

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zwei mit Gegengewichten bestückte, getrennte Hubteile wurden mit Elektromotoren abgesenkt um einem Zug die Durchfahrt zu ermöglichen; bei gehobener Ruhestellung war der Schiffsverkehr zwischen Peenestrom und Haff nicht beinträchtigt; um 1935 passierten täglich etwa 36 Züge die Brücke; am 29. 4. 1945 erfolgte die Sprengung der Brücke um der Roten Armee den Weg nach Usedom zu verlegen (Verf.)

Quellangaben: Hinweistafel vor Ort, Lit.: 1. Joachim Evers-Hans Nadler, Die Eisenbahnhubbrücke Karnin, 2003, Radke Verl., 2. Heiko Bergmann, Die Eisenbahnhubbrücke Karnin, 2007, Küsten-Regional-Verl., Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Hubbrücke Karnin

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