quelle: smircikrize.cz

Bečov (dt. Petschau) nad Teplou, Okres Karlovy Vary (Kr. Karlsbad), südöstl. des Ortes, im Bereich des alten Forsthauses (Wildhüterhaus) 'Tepelska Nr. 409' (günstig erreichbar: die Straße nach Chodov '19824' erreicht ca. 1,5 km nach dem Ortsausgang das linker Hand gelegene Forsthaus bzw. den Standort zwischen dem Teich und dem Hauptgebäude bei den Felsklippen), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), asymmetrisches Steinkreuz aus Granit,114 x 68 x 25 cm (smircikrize.cz); das Denkmal wurde um 1962 ca. 1 km nördlich von  Útvina (Uitwa) gefunden, wo es umgestürzt an der Straße nach Chylice am Abzweig zum Gallows Hill (Hügel) lag (Verf. frei nach smircikrize.euweb.cz)

Geschichte
Die Burg Bečov/Petschau wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und 1349 erstmals erwähnt, als sie im Besitz des Boresch IV. von Ossegg und Riesenburg war. Sie diente wahrscheinlich zunächst als Zollstelle an der Kreuzung der Straßen von Elbogen nach Pilsen und Tepl nach Schlackenwert. 1407 gelangte sie an die Herren von Hasenburg, denen 1411 die Herren von Plauen folgten. Ab 1495 war sie im Besitz der Herren Pflug von Rabenstein, die die Burg umbauen ließen. Da Kaspar Pflug von Rabenstein (Kašpar Pluh z Rabštejna) den Ständeaufstand von 1547 angeführt hatte, wurde sein Besitz vom König Ferdinand I. konfisziert. Danach gelangten Burg und Herrschaft Petschau pfandweise an die Herren von Plauen, später an die Grafen Schlick, 1573 an die Stadt Petschau selbst und 1615 an die Stadt Schlackenwerth. 1624 erwarben die aus Thüringen stammenden Questenberg Burg und Herrschaft, und zwar Wallensteins Vertrauter Gerhard von Questenberg (wikipedia.org-wiki-Burg-und-Schloss-Bečov)

Anmerkung
Das Steinkreuz könnte durchaus hinsichtlich der Fundstelle eine alte Richtstätte der einst ansässigen Grundherrschaften angezeigt haben (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. smircikrize.cz-Zentrales Register: Gesellschaft zur Forschung an Steinkreuzen im Stadtmuseum in Aš, Mikulášská 3, 352 01 Aš m. Foto 2007 (Kopie), Reg.-Nr. 0572, 2. wikipedia.org-wiki-Smírčí_kříž_v_Bečově_nad_Teplou m. Foto, 3. smircikrize.euweb.cz m. Foto

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Sadov (dt. Sodau), OT Bor (Haid), Okres Karlovy Vary (Kr. Karlsbad), im Ort, an der Straße 'Hroznětínská', links des Einganges der Kirche St. Máří Magdalény, Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), breitflächiges Steinkreuz aus Granit mit gerundeten Balkenenden (Verf.), 98 x 63 x 28 cm, Ansichtsseite Relief eines Schwertes oder Kreuzes; ursprünglich stammt das Kreuz von einem Hügel nördl. des Ortes (Verf. frei nach smircikrize.cz)

Anmerkung
Das Kreuz mit Schwert- oder Kreuzeinzeichnung könnte hinsichtlich des ursprünglichen Standortes mit der einstigen örtlichen Gerichtsbarkeit zu tun haben, indem es eine Richtstätte angezeigt hat. Auf das Schwert wurde bereits in vorchristlicher Zeit vor Gericht (Thing) geschworen bzw. der Eid geleistet. Als Gerichtszeichen wurde es im Mittelalter das Zeichen der Gerichtsbarkeit (Hochgericht) des weltlichen Adels, das todeswürdige Vergehen wie Mord, Notzucht, Raub, Verrat, Inzest, Falschmünzerei, Ehebruch, Meineid, Hexerei usw. verhandelte und nicht selten die Todesstrafe verhängte (wikipedia.org-wiki-Hochgericht) (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. smircikrize.cz-Zentrales Register: Gesellschaft zur Forschung an Steinkreuzen im Stadtmuseum in Aš, Mikulášská 3, Reg.-Nr. 0001 m. Foto (Kopie) 2004

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